Schöne und dichte Wimpern verleihen dem Blick eine besondere Tiefe und Eleganz. Wer sich einen ausdrucksstarken Augenaufschlag wünscht, greift immer häufiger zu fertigen Wimpernbüscheln. Diese kleinen, feinen Haarbündel ermöglichen es, den Look individuell anzupassen – von einer dezenten Verdichtung für den Alltag bis hin zu einem dramatischen Volumen für besondere Anlässe. Das Geheimnis eines perfektes Ergebnisses liegt in der Kombination aus der richtigen Applikationstechnik und dem passenden Kleber, abgestimmt auf die gewünschte Tragedauer. Ein minimalistisches Set, bestehend aus einer präzisen Pinzette, dem optimalen Wimpernkleber und den passenden Büscheln auf einem praktischen Tray, ist alles, was man für diese feine Beauty-Routine zu Hause benötigt.
Der richtige Wimpernkleber: Flexibilität für jede Gelegenheit
Bei der Wahl des Wimpernklebers entscheidet vor allem die geplante Tragedauer darüber, welches Produkt das richtige ist. Grundsätzlich lässt sich zwischen zwei Hauptkategorien unterscheiden: Kleber für den kurzzeitigen Halt über wenige Stunden und Formulierungen, die für mehrere Tage konzipiert sind.
Der temporäre Kleber für den Abend
Wenn die Wimpernbüschel nur für ein Event, ein Abendessen oder ein Fotoshooting getragen werden sollen, ist ein klassischer, temporärer Wimpernkleber die beste Wahl. Diese Produkte basieren häufig auf einer flexiblen Latex- oder Acrylmischung. Sie trocknen meist transparent oder in einem dezenten Schwarz, das sich unsichtbar in den Wimpernkranz einfügt. Der große Vorteil dieser Kleber liegt in ihrer einfachen Handhabung und der mühelosen Entfernung am Ende des Tages. Sie lassen sich meist durch sanftes Abziehen oder mit einem herkömmlichen, milden Make-up-Entferner rückstandslos lösen, ohne die eigenen Naturwimpern zu belasten.
Der langanhaltende Kleber für bis zu einer Woche
Für diejenigen, die sich einen dauerhaften Look über mehrere Tage oder sogar eine ganze Woche wünschen, gibt es speziell entwickelte, semi-permanente Kleber für die Selbstanwendung zu Hause. Diese Formulierungen bieten eine deutlich stärkere Haftung und sind resistenter gegen Wasser, Schweiß und die natürliche Talgproduktion der Haut. Bei der Verwendung dieser Kleber ist eine präzise Arbeitsweise besonders wichtig, da der Kleber schneller anzieht und eine nachträgliche Korrektur der Wimpernbüschel erschwert wird. Ein solcher Kleber erfordert zudem spezielle Entfernerprodukte, um die feinen Verbindungen am Ende der Tragezeit schonend und ohne Zugkraft zu lösen.
Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg
Damit die fertigen Wimpernbüschel optimal haften und natürlich wirken, ist eine gründliche Vorbereitung der Augenpartie unerlässlich. Jegliche Rückstände von Pflegeprodukten oder Make-up können die Klebekraft erheblich beeinträchtigen.
- Gründliche Reinigung: Reinigen Sie das gesamte Augenlid und die Naturwimpern mit einem ölfreien Reinigungsprodukt oder einem speziellen Wimpernshampoo.
- Trocknen lassen: Stellen Sie sicher, dass die Wimpern vor dem Aufkleben vollständig trocken sind. Feuchtigkeit verhindert, dass der Kleber seine volle Haftung entfalten kann.
- Sanftes Biegen: Bei sehr geraden Naturwimpern empfiehlt es sich, diese vorab vorsichtig mit einer Wimpernzange in Form zu bringen. Dies erleichtert das harmonische Verschmelzen von Kunst- und Naturwimpern.
Die richtige Applikationstechnik Schritt für Schritt
Das präzise Platzieren von Wimpernbüscheln erfordert etwas Geduld und eine ruhige Hand. Mit der richtigen Technik lässt sich jedoch schnell ein professionelles Ergebnis erzielen.
Schritt 1: Die Auswahl der passenden Längen
Ein natürlicher Look entsteht durch die Kombination verschiedener Wimpernlängen. Verwenden Sie für den inneren Augenwinkel kürzere Büschel und steigern Sie die Länge sanft nach außen hin. Legen Sie sich die gewünschten Büschel vorab zurecht.
Schritt 2: Das Aufnehmen und Benetzen
Greifen Sie ein Wimpernbüschel vorsichtig mit einer feinen Kosmetikpinzette im oberen Drittel der Härchen. Tauchen Sie das winzige Verbindungsstück am Fuß des Büschels leicht in einen kleinen Tropfen Wimpernkleber. Weniger ist hier meist mehr: Ein zu großer Klebepunkt wirkt klumpig und verlängert die Trocknungszeit unnötig.
Schritt 3: Das Platzieren am Wimpernkranz
Setzen Sie das Büschel so nah wie möglich an den natürlichen Wimpernansatz, jedoch niemals direkt auf die empfindliche Haut des Augenlids. Es gibt zwei gängige Methoden: das Platzieren von oben auf die Naturwimpern oder die sogenannte Unter-Wimpern-Methode, bei der die Büschel von unten an die Naturwimpern gesetzt werden. Letztere Methode sorgt für einen besonders unsichtbaren Übergang, erfordert jedoch etwas mehr Übung.
Schritt 4: Das sanfte Fixieren
Drücken Sie das Büschel nach dem Aufsetzen für wenige Sekunden sanft mit der geschlossenen Pinzette an, um eine stabile Verbindung zu gewährleisten. Arbeiten Sie sich so Stück für Stück von außen nach innen vor, bis die gewünschte Dichte erreicht ist.
Pflege und schonende Entfernung der Wimpernbüschel
Um die Haltbarkeit der Wimpernbüschel zu maximieren, sollten Sie in den ersten 24 Stunden nach der Applikation den direkten Kontakt mit Wasser, Dampf und ölhaltigen Pflegeprodukten im Augenbereich vermeiden. Bürsten Sie die Wimpern morgens vorsichtig mit einem sauberen Wimpernbürstchen durch, um sie in Form zu bringen.
Wenn es Zeit ist, die Wimpernbüschel zu entfernen, gehen Sie stets mit äußerster Sorgfalt vor. Ziehen Sie die Büschel niemals gewaltsam ab, da dies die eigenen Wimpern beschädigen kann. Tränken Sie stattdessen ein Wattepad mit einem geeigneten, ölhaltigen Make-up-Entferner oder einem speziellen Wimpernentferner und legen Sie es für einige Minuten sanft auf das geschlossene Auge. Die Klebeverbindungen lösen sich dadurch ganz von alleine, sodass die Büschel sanft und schmerzfrei nach unten hin weggewischt werden können.