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Wimperntusche richtig auftragen: So vermeiden Sie Verkleben und Bröckeln

Erfahren Sie, wie Sie Wimperntusche für perfekt getrennte, voluminöse Wimpern ohne Klümpchen oder Abbröckeln auftragen.

Wimperntusche ist ein unverzichtbares Element vieler Make-up-Routinen. Sie kann die Augen öffnen, den Blick intensivieren und für einen wachen, ausdrucksstarken Look sorgen. Doch oft steht man vor einem frustrierenden Problem: Anstatt definierter, langer Wimpern erhält man verklebte „Fliegenbeine“ oder muss sich im Laufe des Tages mit unschönen schwarzen Krümeln unter den Augen auseinandersetzen. Die gute Nachricht ist, dass ein perfektes Ergebnis weniger von teuren Produkten als von der richtigen Technik und Vorbereitung abhängt. Mit ein paar einfachen Schritten können Sie sicherstellen, dass Ihre Wimperntusche genau das tut, was sie soll: Ihre Wimpern verschönern, ohne zu verkleben oder zu bröckeln.

Die richtige Vorbereitung: Die Basis für perfekte Wimpern

Ein makelloses Finish beginnt lange vor dem Griff zur Mascara-Bürste. Die Vorbereitung Ihrer Wimpern ist ein entscheidender Schritt, der oft übersehen wird, aber den größten Unterschied macht. Beginnen Sie immer mit sauberen und vollständig trockenen Wimpern. Rückstände von Augencreme, altem Make-up oder natürlichen Ölen können die Haftung der Tusche beeinträchtigen und führen schneller zu Abbröckeln. Reinigen Sie Ihre Augenpartie sanft, aber gründlich und stellen Sie sicher, dass alles trocken ist, bevor Sie fortfahren.

Ein weiteres Geheimnis für einen beeindruckenden Augenaufschlag ist die Wimpernzange. Dieses Werkzeug verleiht den Wimpern einen schönen Schwung und öffnet das Auge optisch. Wichtig ist, die Wimpernzange immer *vor* dem Tuschen zu verwenden. Wenn Sie getuschte Wimpern biegen, können diese brechen. Setzen Sie die Zange am Wimpernansatz an, drücken Sie sanft für einige Sekunden zusammen und wiederholen Sie den Vorgang eventuell in der Mitte und an den Spitzen für einen natürlicheren Bogen. Für einen zusätzlichen Halt und Pflege kann ein Wimpernprimer eine gute Ergänzung sein. Ein solcher Primer umhüllt die Wimpern, verleiht ihnen mehr Volumen und schafft eine glatte Oberfläche, auf der die Mascara besser haftet.

Die Kunst des Auftragens: Technik für Volumen und Trennung

Die Art und Weise, wie Sie die Wimperntusche auftragen, entscheidet über das Endergebnis. Es geht nicht darum, schnell mehrere Schichten aufzutragen, sondern um eine bewusste und kontrollierte Bewegung.

Schritt 1: Die richtige Produktmenge

Einer der häufigsten Fehler ist die Verwendung von zu viel Produkt. Wenn Sie die Bürste aus dem Fläschchen ziehen, ist sie oft mit überschüssiger Tusche beladen. Streichen Sie die Spitze und die Seiten der Bürste sanft am inneren Rand der Öffnung ab. So stellen Sie sicher, dass nur eine angemessene Menge auf den Borsten verbleibt, was die Bildung von Klümpchen von vornherein verhindert.

Schritt 2: Die Zickzack-Bewegung

Für maximale Definition und Volumen ist die Zickzack-Technik unschlagbar. Setzen Sie die Bürste so nah wie möglich am Wimpernansatz an. Bewegen Sie die Bürste dann in einer leichten Hin- und Her- oder Zickzack-Bewegung langsam vom Ansatz bis zu den Spitzen. Diese Technik hat zwei Vorteile: Erstens wird das meiste Produkt am Ansatz aufgetragen, was den Wimpern Dichte und Halt verleiht, ohne die Spitzen zu beschweren. Zweitens hilft die seitliche Bewegung, jede einzelne Wimper zu erfassen und zu trennen, was „Fliegenbeinen“ vorbeugt.

Schritt 3: Schicht für Schicht zum Erfolg

Ein natürlicher Look erfordert oft nur eine Schicht, aber für mehr Dramatik können Sie eine zweite auftragen. Warten Sie zwischen den Schichten etwa 30 Sekunden. Die erste Schicht sollte noch leicht feucht sein, aber nicht komplett nass. Wenn Sie auf vollständig getrocknete Wimpern eine weitere Schicht auftragen, entstehen unweigerlich Klumpen. Tragen Sie die zweite Schicht auf die gleiche Weise auf, konzentrieren Sie sich aber vielleicht mehr auf die Mitte und die äußeren Wimpern, um einen fächerartigen Effekt zu erzielen. Für die schwer erreichbaren Wimpern im inneren Augenwinkel und die feinen unteren Wimpern können Sie die Spitze der Bürste vertikal halten und das Produkt vorsichtig auftupfen.

Häufige Fehler und wie man sie einfach vermeidet

Auch mit der besten Technik können kleine Gewohnheiten das Ergebnis ruinieren. Hier sind die häufigsten Fehler und wie Sie sie korrigieren können, um ein dauerhaft schönes Finish zu gewährleisten.

  • Das Pumpen der Bürste: Viele Menschen pumpen die Bürste im Fläschchen auf und ab, um mehr Produkt aufzunehmen. Dies ist ein großer Fehler, da so Luft in die Tube gelangt. Die Luft trocknet die Formel aus, was zu einer krümeligen Textur und einer kürzeren Haltbarkeit führt. Drehen Sie die Bürste stattdessen sanft im Inneren, um Produkt aufzunehmen.
  • Verwendung von alter Wimperntusche: Wimperntusche hat eine begrenzte Haltbarkeit. Aus hygienischen Gründen und für eine optimale Leistung sollte sie alle 3 bis 6 Monate ausgetauscht werden. Eine alte, eingetrocknete Mascara ist die Hauptursache für Bröckeln und schlechte Ergebnisse. Wenn die Textur sich verändert oder sie unangenehm riecht, ist es Zeit für eine neue.
  • Vernachlässigung der unteren Wimpern: Das Tuschen der unteren Wimpern kann den Look vervollständigen, erfordert aber eine leichte Hand. Verwenden Sie nur das, was nach dem Tuschen der oberen Wimpern noch auf der Bürste ist, oder streifen Sie sie fast komplett ab. Zu viel Produkt lässt den Blick schnell unnatürlich oder überladen wirken.
  • Falsche Entfernungstechnik: Aggressives Reiben beim Abschminken schadet nicht nur der empfindlichen Haut um die Augen, sondern kann auch die Wimpern schädigen oder ausreißen. Verwenden Sie einen milden Augen-Make-up-Entferner. Tränken Sie ein Wattepad, legen Sie es für einige Sekunden auf das geschlossene Auge, um die Tusche aufzuweichen, und wischen Sie dann sanft nach unten.

Indem Sie diese Tipps zur Vorbereitung, Anwendung und Fehlervermeidung befolgen, können Sie sich jeden Tag über perfekt getuschte, definierte und voluminöse Wimpern freuen – ganz ohne Verkleben oder Abbröckeln.