Ein modern gestalteter Arbeitsplatz für die Maniküre strahlt Präzision und Ästhetik aus. Wenn hochwertige Nagelfräser und eine erlesene Auswahl an feinen Schleifaufsätzen im sanften, natürlichen Licht präsentiert werden, wird schnell deutlich, wie wichtig das richtige Werkzeug für die professionelle Nagelpflege ist. Die elektrische Nagelfräse hat sich längst von einem reinen Werkzeug für professionelle Studios zu einem beliebten Helfer für die anspruchsvolle Nagelpflege zu Hause entwickelt. Doch um perfekte Ergebnisse zu erzielen und die Naturnägel zu schonen, sind grundlegende Kenntnisse über die technischen Parameter, die unterschiedlichen Aufsätze und die grundlegenden Sicherheitsregeln unerlässlich.
Wichtige technische Parameter beim Kauf eines Nagelfräsers
Wer sich mit der Anschaffung eines Nagelfräsers beschäftigt, steht oft vor einer Vielzahl von technischen Begriffen. Um ein Gerät zu wählen, das sowohl für die sanfte Nagelhautentfernung als auch für das Abtragen von Altmodellagen geeignet ist, sollten vor allem drei Werte genauer betrachtet werden: die Umdrehungszahl, die Leistung und die Laufruhe.
- Die Umdrehungszahl (U/Min): Für eine vielseitige Nagelpflege ist ein Gerät mit einer stufenlosen Regulierung von mindestens 20.000 bis 30.000 Umdrehungen pro Minute ideal. Während für die empfindliche Nagelhaut niedrige Drehzahlen ausreichen, erfordert das Abfeilen von festen Gelschichten eine höhere Geschwindigkeit.
- Die Leistung (Watt): Ein solides Gerät für den regelmäßigen Gebrauch sollte eine Leistung von mindestens 30 bis 45 Watt aufweisen. Eine zu geringe Wattzahl führt dazu, dass der Fräser bei leichtem Druck blockiert oder an Geschwindigkeit verliert, was zu ungleichmäßigen Ergebnissen führen kann.
- Rechts-/Linkslauf: Die Möglichkeit, die Rotationsrichtung per Schalter zu wechseln, ist besonders für Rechts- und Linkshänder sowie für das Arbeiten an der eigenen Hand von großem Vorteil.
Die verschiedenen Fräseraufsätze (Bits) im Überblick
Die Wahl des richtigen Aufsatzes, auch Bit genannt, entscheidet maßgeblich über den Erfolg der Maniküre und die Sicherheit während der Anwendung. Die Aufsätze unterscheiden sich sowohl im Material als auch in ihrer Form und ihrem spezifischen Einsatzzweck.
Materialien und ihre Eigenschaften
Je nach Härte des zu bearbeitenden Materials kommen unterschiedliche Bit-Materialien zum Einsatz:
- Diamantbits: Diese Aufsätze sind extrem langlebig und fein beschichtet. Sie eignen sich hervorragend für die präzise Bearbeitung der Nagelhaut und das Glätten von verhornten Hautstellen rund um den Nagel.
- Hartmetall- und Keramikbits: Sie zeichnen sich durch eine hohe Abtragsleistung aus. Keramikbits haben zudem den Vorteil, dass sie sich während der Nutzung weniger stark erwärmen, was die Anwendung für den Anwender selbst besonders angenehm macht. Sie sind ideal zum Abtragen von Gel oder Acryl geeignet.
- Stein- und Schleifhülsen: Diese sind oft für den einmaligen Gebrauch oder für sehr sanfte Arbeiten an der Nagelplatte gedacht. Sie eignen sich gut für das Kürzen und das erste Glätten der Nageloberfläche.
Formen der Aufsätze und ihre Anwendung
Die Form des Bits bestimmt, welche Bereiche des Nagels optimal erreicht werden können. Eine Flammenform eignet sich perfekt, um die unsichtbare Nagelhaut sanft aus den Nagelfalzen zu lösen. Ein Zylinder oder Kegel wird vor allem flächig eingesetzt, um alte Modellagen abzutragen oder die Nageloberfläche zu ebnen. Kleine Kugelbits helfen dabei, abstehende Nagelhaut sanft und verletzungsfrei abzutragen.
Regeln für ein sicheres und nagelschonendes Arbeiten
Obwohl moderne Nagelfräser sehr handlich sind, erfordert ihre Nutzung Konzentration und Übung. Um Beschädigungen des Naturnagels oder Verletzungen der umliegenden Haut zu vermeiden, sollten folgende Sicherheitsregeln strikt eingehalten werden:
Zunächst ist die richtige Handhaltung entscheidend. Das Handstück sollte wie ein Stift gehalten werden, wobei der kleine Finger stets auf der Hand oder dem Tisch abgestützt wird. Diese Abstützung sorgt für Stabilität und verhindert ein unkontrolliertes Abrutschen des Fräsers. Zudem darf beim Arbeiten niemals Druck auf den Nagel ausgeübt werden. Der Fräser sollte in sanften, fließenden Bewegungen über die Oberfläche gleiten. Verweilt der Aufsatz zu lange auf einer Stelle, entsteht durch die Reibung Hitze, was als unangenehmes Brennen wahrgenommen wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anpassung der Drehzahl an den jeweiligen Arbeitsschritt. Arbeiten an der Nagelhaut sollten immer bei niedrigen Drehzahlen (ca. 5.000 bis 10.000 U/Min) durchgeführt werden, während das Abtragen von Kunststoffen höhere Drehzahlen erfordert, um ein Einhaken des Bits zu verhindern. Zudem sollte immer in der Gegenlaufrichtung gearbeitet werden: Bewegt sich der Fräser im Uhrzeigersinn, sollte die Handbewegung von links nach rechts erfolgen, um die maximale Kontrolle über den Abtrag zu behalten.
Pflege und Hygiene der Geräte und Aufsätze
Ein hygienischer Umgang mit dem Nagelfräser ist die Grundvoraussetzung für eine gesunde Nagelpflege. Nach jeder Anwendung müssen die genutzten Bits gründlich gereinigt werden. Staubpartikel und Materialreste lassen sich am besten mit einer speziellen Messing- oder Nylonbürste entfernen. Anschließend sollten alle Metall- und Keramikbits in einer geeigneten Desinfektionslösung gereinigt werden, um Keime zuverlässig abzutöten. Das Handstück selbst sollte regelmäßig von feinem Feilstaub befreit werden, um die Langlebigkeit des Motors zu gewährleisten.