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Frisuren der 20er Jahre: Wasserwellen, S-Wellen und der Faux Bob Schritt für Schritt

Erfahren Sie, wie Sie die eleganten Wasserwellen, S-Wellen und einen glamourösen Faux Bob der 1920er Jahre ganz einfach selbst stylen können.

Frisuren der 20er Jahre: Wasserwellen, S-Wellen und der Faux Bob Schritt für Schritt

Die Eleganz der 1920er Jahre fasziniert bis heute. Ein Blick auf die filigranen Frisuren dieses Jahrzehnts zeigt eine kunstvolle Kombination aus Präzision, Glanz und fließenden Formen. Besonders die charakteristischen S-Wellen und die präzise gelegten Wasserwellen verleihen jedem Look eine edle, zeitlose Note. Wer langes Haar hat, muss sich für diesen glamourösen Stil nicht von seiner Mähne trennen: Mit der Technik des Faux Bobs lässt sich die typische Kurzhaaroptik der Roaring Twenties perfekt nachstylen, ohne die Schere anzusetzen. Ein weiches, natürliches Licht bringt die reichhaltige Textur und den seidigen Schimmer dieser Frisuren besonders schön zur Geltung.

Der Reiz der Goldenen Zwanziger auf dem Kopf

In den 1920er Jahren vollzog sich in der Modewelt ein radikaler Wandel. Frauen befreiten sich von starren Konventionen, was sich auch in ihren Frisuren widerspiegelte. Der Bubikopf und der klassische Bob wurden zu Symbolen der Unabhängigkeit. Wer sein Haar jedoch lang trug oder den Look für besondere Anlässe variieren wollte, griff auf kunstvolle Wellentechniken zurück. Die feinen, glänzenden S-Wellen, die sich eng an den Kopf anschmiegen, strahlen eine unvergleichliche Kultiviertheit aus. Heute erleben diese Techniken im Rahmen von modernen Festtags-Stylings ein großes Comeback. Sie verbinden nostalgischen Charme mit zeitgenössischer Eleganz und eignen sich hervorragend für formelle Anlässe oder glamouröse Abendveranstaltungen.

Vorbereitung: Die Basis für perfekten Halt und Glanz

Ein gelungenes Retro-Styling steht und fällt mit der richtigen Vorbereitung des Haares. Da die Wellen der 20er Jahre sehr definiert und glänzend sein müssen, benötigt das Haar eine feuchtigkeitsspendende Pflege vorab. Zu viel Volumen ist hierbei jedoch oft kontraproduktiv, da die Frisur flach am Kopf anliegen soll.

  • Haarwäsche: Waschen Sie Ihr Haar mit einem milden, glättenden Shampoo und verwenden Sie anschließend einen leichten Conditioner, um die Schuppenschicht zu schließen.
  • Hitzeschutz und Struktur: Tragen Sie im feuchten Haar einen großzügigen Hitzeschutz sowie einen Schaumfestiger auf, der dem Haar Griffigkeit verleiht.
  • Trocknen: Föhnen Sie das Haar glatt. Wenn Sie von Natur aus sehr lockiges oder krauses Haar haben, empfiehlt es sich, das Haar vor dem Wellen mit einer Rundbürste oder einem Glätteisen sanft vorzuglätten.

Wasserwellen und S-Wellen Schritt für Schritt kreieren

Die klassische Wasserwelle – auch bekannt als Finger Wave – wurde ursprünglich im nassen Haar mithilfe von Stylinggel und den Fingern geformt. Heute lässt sich dieser Look mit modernen Stylinggeräten wie einem Welleneisen oder einem schmalen Glätteisen einfacher und langanhaltender nachbilden.

Methode 1: Die traditionelle Wasserwelle mit Clips

Für diese Methode arbeiten Sie im leicht feuchten Haar, in das Sie großzügig Stylinggel eingearbeitet haben. Ziehen Sie einen tiefen Seitenscheitel. Legen Sie eine Haarsträhne flach an den Kopf und formen Sie mit den Fingern eine erste C-förmige Welle nach vorne. Fixieren Sie diesen Wellenbogen mit einer flachen Abteilklammer ohne Zähne, um unschöne Knicke zu vermeiden. Schieben Sie das Haar direkt darunter in die entgegengesetzte Richtung, um ein S-Muster zu erzeugen, und fixieren Sie auch diese Stelle. Arbeiten Sie sich so Strähne für Strähne am Oberkopf entlang und lassen Sie das Haar vollständig an der Luft trocknen, bevor Sie die Klammern vorsichtig entfernen.

Methode 2: Moderne S-Wellen mit Hitze-Tools

Wenn es schneller gehen soll, können Sie ein Glätteisen oder ein spezielles dreifaches Welleneisen verwenden. Teilen Sie das Haar in horizontale Sektionen auf. Setzen Sie das Glätteisen nah am Haaransatz an, drehen Sie es um 180 Grad nach innen und ziehen Sie es ein kurzes Stück nach unten. Drehen Sie das Eisen dann um 180 Grad nach außen und ziehen Sie es wieder ein Stück weiter. Durch diesen Wechsel von Innen- und Außenkurven entsteht eine perfekte, fließende S-Form. Lassen Sie die Wellen vollständig auskühlen, bevor Sie sie mit einer weichen Bürste sanft durchkämmen, um den typischen, geschlossenen Wellen-Look zu erzielen.

Der Faux Bob: Kurzes Haar vortäuschen ohne Schere

Der Faux Bob (deutsch: falscher Bob) ist die ideale Lösung, um langes oder mittellanges Haar für einen Abend in eine elegante, kinnlange Frisur der 1920er Jahre zu verwandeln. In Kombination mit den oben beschriebenen S-Wellen entsteht ein harmonisches Gesamtbild.

  • Schritt 1: Wellen vorbereiten: Bringen Sie das gesamte Haar wie oben beschrieben in Wellenform. Die Wellen sollten im unteren Bereich etwas lockerer ausfallen.
  • Schritt 2: Das Haar im Nacken binden: Nehmen Sie das Haar im Nacken locker zusammen und binden Sie es mit einem dünnen, transparenten Haargummi zu einem tiefen, lockeren Pferdeschwanz. Das Haargummi sollte einige Zentimeter über den Spitzen sitzen.
  • Schritt 3: Einschlagen und Feststecken: Rollen Sie den Pferdeschwanz nun vorsichtig nach innen, also zum Nacken hin, auf. Rollen Sie so weit, wie es nötig ist, bis die gewünschte Bob-Länge erreicht ist.
  • Schritt 4: Fixieren: Stecken Sie die Rolle im Nacken flach mit Haarnadeln fest. Achten Sie darauf, die Nadeln überkreuzt einzustecken, damit die Konstruktion stabil hält. Die seitlichen Wellen sollten sanft über die Ohren fallen und das Gesicht elegant einrahmen.

Tipps für ein glänzendes Finish und langen Halt

Damit die Frisur den ganzen Tag oder die ganze Nacht übersteht, sind ein paar abschließende Handgriffe entscheidend. Verwenden Sie ein feines Glanzspray, das über das gesamte Haar genebelt wird, um den nassen, spiegelnden Glanz der 20er Jahre zu imitieren. Ein Haarspray mit starkem Halt sichert die Wellen und den Faux Bob, ohne das Haar zu verkleben. Vermeiden Sie es, nach dem finalen Fixieren das Haar zu berühren, um Frizz zu verhindern. Sollten sich kleine Härchen am Scheitel selbstständig machen, können Sie diese mit einer unbenutzten Zahnbürste, auf die etwas Haarspray gesprüht wurde, sanft anlegen.