Ein harmonisches Stillleben mit verschiedenen Lockenwicklern auf einer hellen Oberfläche zeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten für wunderschöne, fließende Wellen sind. Ob weiche Schaumstoffwickler, samtige Oberflächen oder moderne, hitzefreie Styling-Tools – die Auswahl des richtigen Zubehörs ist der erste Schritt zu einer langanhaltenden Traummähne. Lockenwickler erleben derzeit ein großes Comeback, da sie das Haar im Vergleich zu Hitze-Stylingtools wie Lockenstäben schonen und für ein unvergleichliches Volumen direkt am Ansatz sorgen. Doch welches Modell passt zu welchem Haartyp und wie gelingt das Eindrehen am besten?
Die verschiedenen Arten von Lockenwicklern im Überblick
Die Welt der Lockenwickler ist überraschend vielseitig. Je nach gewünschtem Effekt und Haarbeschaffenheit eignen sich unterschiedliche Modelle, um optimale Ergebnisse zu erzielen, ohne die Schuppenschicht der Haare zu strapazieren.
Klettwickler für schnelles Volumen
Klettwickler sind ideal, um feinem Haar im Handumdrehen mehr Fülle und Stand am Ansatz zu verleihen. Durch ihre raue Oberfläche haftet das Haar von ganz alleine, sodass meist keine zusätzlichen Nadeln oder Clips benötigt werden. Sie werden vor allem im handtuchtrockenen oder leicht angefeuchteten Haar angewendet und anschließend trocken geföhnt. Da die raue Struktur bei sehr strapaziertem oder stark gelocktem Haar zu Verzausungen führen kann, eignen sie sich besonders für glattes und gesundes Haar.
Schaumstoffwickler für das Styling über Nacht
Wer morgens mit einer fertigen Frisur aufwachen möchte, greift am besten zu weichen Schaumstoffwicklern oder flexiblen Papilotten. Diese Wickler passen sich der Kopfform an und stören beim Schlafen kaum. Sie werden im leicht feuchten Haar eingedreht. Durch die lange Trocknungszeit an der Luft entstehen besonders definierte und langanhaltende Locken, ganz ohne schädliche Hitzeeinwirkung.
Samtwickler für eine sanfte Anwendung
Samtbeschichtete Wickler sind besonders schonend zur Haarstruktur. Die weiche Oberfläche verhindert Reibung und sorgt dafür, dass sich die Haare beim Abrollen nicht verfangen. Sie werden meist mit speziellen Nadeln oder Clips fixiert und eignen sich hervorragend für empfindliches, trockenes oder coloriertes Haar, das eine besonders sanfte Behandlung benötigt.
Die richtige Vorbereitung für langanhaltende Wellen
Damit die Locken nicht nach wenigen Stunden wieder aushängen, ist die richtige Vorbereitung der Haare entscheidend. Das Styling beginnt bereits bei der Haarwäsche. Verwenden Sie vor dem Eindrehen keine zu schweren Spülungen oder reichhaltige Haarmasken, da diese das Haar beschweren und die Sprungkraft der Locken verringern können.
- Festiger einarbeiten: Geben Sie eine kleine Menge Schaumfestiger in das handtuchtrockene Haar, um Struktur und Griffigkeit zu erzeugen.
- Die richtige Feuchtigkeit: Das Haar sollte beim Eindrehen weder tropfnass noch komplett trocken sein. Ein leicht feuchter Zustand ist ideal für die meisten Wicklerarten.
- Sorgfältig kämmen: Entwirren Sie jede Strähne gründlich, bevor Sie sie aufwickeln, um ein gleichmäßiges Ergebnis ohne Knicke zu erzielen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So drehen Sie Lockenwickler richtig ein
Die Technik beim Eindrehen entscheidet darüber, ob die Wellen harmonisch fallen oder unordentlich wirken. Gehen Sie dabei am besten systematisch vor.
Teilen Sie das Haar zuerst in drei große Partien auf: die Oberkopfpartie und die beiden Seitenpartien. Beginnen Sie am Oberkopf an der Stirn und arbeiten Sie sich nach hinten vor. Nehmen Sie eine Strähne, die nicht breiter ist als der Wickler selbst. Ziehen Sie die Strähne leicht nach oben und setzen Sie den Wickler an den Spitzen an. Rollen Sie den Wickler gleichmäßig und mit sanftem Zug bis zur Kopfhaut auf und fixieren Sie ihn bei Bedarf mit einer Haarnadel. Wiederholen Sie diesen Vorgang an den Seitenpartien, wobei Sie die Wickler je nach gewünschtem Fall der Locken nach innen oder nach außen eindrehen können.
Wertvolle Tipps für den perfekten Halt
Der größte Fehler beim Verwenden von Lockenwicklern ist zu schnelles Ausrollen. Die Haare müssen vor dem Entfernen der Wickler vollständig trocken und abgekühlt sein. Wenn Sie Föhnwärme nutzen, lassen Sie die Wickler danach mindestens fünfzehn Minuten auskühlen, damit sich die Wasserstoffbrückenbindungen im Haar neu formieren und die Locke stabilisieren.
Nach dem Entfernen der Wickler sollten Sie die Locken nicht sofort bürsten. Gehen Sie stattdessen vorsichtig mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm durch das Haar, um die Wellen sanft zu lockern. Ein Hauch von leichtem Haarspray fixiert das Kunstwerk, ohne es zu beschweren.