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Lockenwickler: Arten, Wahl des Durchmessers und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Erfahren Sie, wie Sie mit den passenden Lockenwicklern und der richtigen Technik traumhaftes Volumen und langanhaltende Wellen zu Hause kreieren.

Lockenwickler: Arten, Wahl des Durchmessers und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schöne, voluminöse Locken und sanfte Wellen sind zeitlose Frisurentrends, die Eleganz und Frische ausstrahlen. Um diesen Look zu Hause zu kreieren, müssen Sie nicht immer zu Hitze-Stylingtools greifen. Eine klassische, aber äußerst effektive Methode ist die Verwendung von Lockenwicklern. Ob sanfte Klettwickler oder weiche Schaumstoffmodelle – die Vielfalt an Wicklern ermöglicht es, ganz unterschiedliche Stylingergebnisse zu erzielen, während die Haarstruktur geschont wird. Mit der richtigen Technik und der passenden Auswahl der Wickler gelingt das Styling mühelos und verleiht dem Haar natürlichen Schwung und langanhaltendes Volumen.

Die verschiedenen Arten von Lockenwicklern im Überblick

Auf dem Markt gibt es eine breite Palette an Wicklern, die sich in Material, Handhabung und dem gewünschten Endergebnis unterscheiden. Die Wahl des richtigen Typs hängt stark von Ihrem Haartyp und der gewünschten Frisur ab.

Klettwickler (Haftwickler)

Klettwickler sind besonders beliebt für schnelles Volumen am Ansatz. Dank ihrer rauen Oberfläche haften sie von selbst im Haar, ohne dass zusätzliche Nadeln oder Clips benötigt werden. Sie eignen sich hervorragend für trockenes oder leicht feuchtes Haar. Da sie das Haar sanft anheben, sind sie ideal, um feinem Haar mehr Fülle zu verleihen.

Schaumstoffwickler (Papilotten)

Diese weichen Wickler sind flexibel und eignen sich perfekt für die Anwendung über Nacht. Da sie extrem nachgiebig sind, stören sie nicht beim Schlafen. Schaumstoffwickler erzeugen meist definiertere, spiralförmige Locken. Sie sind besonders schonend, da sie ohne Hitze auskommen und das Haar während des Trocknens formen.

Samtwickler und klassische Volumenwickler

Samtbeschichtete Wickler, die oft mit speziellen Nadeln befestigt werden, sind besonders haarschonend. Sie gleiten leicht aus dem Haar heraus, ohne es zu strapazieren. Für ein langanhaltendes Styling eignen sich auch klassische Volumenwickler, die mit Clips fixiert werden und dem Haar strukturierte Fülle schenken.

Den passenden Durchmesser für Ihr Styling wählen

Der Durchmesser der Lockenwickler bestimmt maßgeblich, wie das Endergebnis aussieht. Hier gilt eine einfache Faustregel: Je größer der Wickler, desto größer die Welle und das Volumen; je kleiner der Wickler, desto definierter die Locke.

  • Großer Durchmesser (ab 40 mm): Diese Wickler eignen sich hervorragend für langes Haar und um maximales Volumen am Haaransatz zu erzeugen. Sie kreieren keine engen Locken, sondern sanfte, glamouröse Wellen im Stil eines professionellen Blow-outs.
  • Mittlerer Durchmesser (20 bis 35 mm): Der Allrounder für mittellanges Haar. Hiermit lassen sich klassische, lebendige Locken formen, die dem Haar Bewegung und Struktur verleihen.
  • Kleiner Durchmesser (unter 20 mm): Ideal für kurzes Haar oder um sehr definierte, korkenzieherartige Locken zu kreieren. Auch bei feinem Haar können kleine Wickler helfen, der Frisur mehr Standhaftigkeit zu verleihen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Lockenwickler richtig eindrehen

Ein perfektes und langanhaltendes Ergebnis erfordert die richtige Vorbereitung und Technik. Folgen Sie dieser einfachen Anleitung für ein optimales Styling zu Hause.

Schritt 1: Die Vorbereitung der Haare

Waschen Sie Ihr Haar und pflegen Sie es mit einer leichten Spülung, um es nicht zu beschweren. Kämmen Sie das Haar gründlich durch, um Knoten zu entfernen. Für eine bessere Haltbarkeit empfiehlt es sich, etwas Styling-Schaum oder einen leichten Festiger im handtuchtrockenen Haar zu verteilen. Das Haar sollte für die meisten Wicklerarten noch leicht feucht, aber nicht nass sein.

Schritt 2: Das Aufteilen der Haarpartien

Teilen Sie Ihr Haar mit einem Stielkamm in gleichmäßige Sektionen auf. Beginnen Sie am besten am Oberkopf (vom Stirnansatz bis zum Nacken) und arbeiten Sie sich danach an den Seiten vor. Die Breite der einzelnen Strähnen sollte der Breite des verwendeten Wicklers entsprechen. Ist die Strähne zu breit, rutschen die Haare an den Seiten herunter; ist sie zu dick, trocknet das Haar nicht gleichmäßig.

Schritt 3: Das Eindrehen

Nehmen Sie eine Strähne und ziehen Sie sie leicht straff nach oben oder im 90-Grad-Winkel vom Kopf weg. Setzen Sie den Wickler an den Haarspitzen an und wickeln Sie die Strähne gleichmäßig und mit sanfter Spannung bis zum Ansatz auf. Achten Sie darauf, dass die Spitzen flach auf dem Wickler aufliegen, um Knicke zu vermeiden. Fixieren Sie den Wickler bei Bedarf mit einer Haarnadel oder einem Clip.

Schritt 4: Trocknen und Auskühlen lassen

Lassen Sie das Haar vollständig an der Luft trocknen oder verwenden Sie einen Föhn auf niedriger Hitze- und Gebläsestufe. Es ist entscheidend, dass das Haar vor dem Ausdrehen komplett trocken und abgekühlt ist. Wenn Sie die Wickler aus dem noch warmen oder feuchten Haar entfernen, hängt sich die Locke schnell wieder aus.

Schritt 5: Das sanfte Lösen und Stylen

Entfernen Sie die Wickler vorsichtig und ohne zu ziehen, indem Sie sie in die entgegengesetzte Richtung abwickeln. Gehen Sie dabei behutsam vor, um die Haarstruktur nicht aufzurauen. Kämmen Sie die Locken anschließend nicht sofort mit einer Bürste durch. Verwenden Sie stattdessen Ihre Finger oder einen grobzinkigen Kamm, um die Wellen sanft aufzulockern. Ein Hauch von Haarspray fixiert den Look für den ganzen Tag.