Voluminöses, glänzendes Haar ist der Inbegriff von Eleganz und zeitloser Schönheit. Wer sich schwungvolle Fülle und sanfte Wellen wie frisch vom Profi wünscht, greift gerne zu großen Lockenwicklern. Doch die Anwendung erfordert etwas Fingerspitzengefühl: Nur mit der richtigen Technik lassen sich unschöne Knicke und spröde Spitzen vermeiden. Wenn elegante Hände behutsam eine Strähne glatten, glänzenden Haares um einen großen Wickler legen, wird schnell klar, dass ein perfektes Styling das Ergebnis von Präzision und der richtigen Methode ist. Mit ein paar einfachen Kniffen gelingt der glamouröse Look ganz einfach zu Hause.
Die optimale Vorbereitung für maximalen Glanz
Bevor die Lockenwickler zum Einsatz kommen, legt die richtige Haarpflege das Fundament für ein glänzendes Ergebnis. Das Haar sollte vorab gründlich gewaschen und mit einem leichten Conditioner gepflegt werden, der die Haarstruktur glättet, ohne sie zu beschweren. Zu reichhaltige Masken können dazu führen, dass das mühsam erarbeitete Volumen schnell wieder in sich zusammenfällt.
Nach dem Waschen ist es ratsam, das Haar sanft trocken zu tupfen – starkes Rubbeln sollte vermieden werden, um die Schuppenschicht nicht aufzurauen. Ein Hauch von leichtem Schaumfestiger sorgt für den nötigen Halt. Föhnen Sie das Haar anschließend fast vollständig trocken. Das Eindrehen von klatschnassem Haar verlängert nicht nur die Trocknungszeit massiv, sondern kann das Haar im nassen, elastischen Zustand auch überdehnen. Das Haar sollte sich beim Aufwickeln lediglich minimal restfeucht oder komplett trocken anfühlen.
Schritt für Schritt: Das präzise Aufdrehen
Für ein perfektes und knickfreies Ergebnis ist die saubere Einteilung der Haarpartien entscheidend. Arbeiten Sie sich systematisch von oben nach unten vor. Teilen Sie das Haar in Strähnen auf, die nicht breiter sind als der Wickler selbst. Ist die Strähne zu breit, rutschen die äußeren Haare ab; ist sie zu dick, trocknet das Haar nicht gleichmäßig durch und das Volumen verliert schnell an Spannkraft.
- Der richtige Winkel: Heben Sie die Strähne in einem Winkel von etwa 90 Grad vom Kopf ab. Dies sorgt für einen maximalen Stand direkt am Ansatz und verhindert flache Stellen.
- Die Spitzen im Fokus: Legen Sie die Spitzen flach und sauber auf den Wickler. Achten Sie darauf, dass keine Spitzen umknicken, da diese nach dem Styling sonst spröde und ungepflegt wirken können.
- Sanfte Spannung: Rollen Sie den Wickler mit leichtem, gleichmäßigem Zug bis zur Kopfhaut auf. Zu starker Zug strapaziert die Haarwurzeln, während zu lockeres Wickeln keine Stabilität bringt.
Knicke vermeiden: Die Wahl der richtigen Befestigung
Der häufigste Fehler beim Verwenden von Lockenwicklern passiert bei der Fixierung. Herkömmliche Haarnadeln oder einfache Metallclips hinterlassen oft tiefe Abdrücke im Haar, die sich später nur schwer wieder ausbessern lassen. Um dies zu verhindern, gibt es sehr effektive Kniffe aus der täglichen Stylingpraxis.
Verwenden Sie idealerweise spezielle Clips ohne Zähne oder legen Sie ein kleines Stück weiches Kosmetiktuch zwischen den Clip und die Haarsträhne. Das Tuch puffert den Druck ab und verhindert, dass das Material direkt auf das Haar drückt und einen bleibenden Abdruck hinterlässt. Auch die Platzierung des Clips spielt eine Rolle: Befestigen Sie den Clip immer an der Unterseite des Wicklers nahe der Kopfhaut. Eventuelle minimale Abdrücke verschwinden so später unsichtbar unter dem Deckhaar.
Die unterschiedlichen Wickler-Typen im Überblick
Je nach Haartyp und gewünschtem Effekt eignen sich verschiedene Arten von Wicklern. Für schnelles Volumen im trockenen Haar sind Klettwickler besonders beliebt. Sie haften oft ohne zusätzliche Nadeln, erfordern jedoch beim Ausdrehen besonders viel Vorsicht, um die Haare nicht zu verwirren. Samtbeschichtete Wickler hingegen sind extrem schonend und gleiten fast von selbst aus dem Haar, benötigen jedoch Fixierklammern.
Für ein besonders schnelles Styling eignen sich beheizbare Wickler, die durch die kontrollierte Wärmeabgabe die Struktur formen und beim Abkühlen fixieren. Unabhängig vom gewählten Typ bleibt das Grundprinzip gleich: Sanftheit und Präzision verhindern Haarschäden und unschöne Verformungen beim Abkühlen.
Das sanfte Lösen für fließende Wellen
Nachdem die Wickler vollständig abgekühlt sind oder das Haar komplett getrocknet ist, folgt der wichtigste Schritt: das Herausnehmen. Hier ist Geduld gefragt. Wer hektisch an den Wicklern zieht, riskiert Knicke, Frizz und Haarbruch.
Lösen Sie zuerst vorsichtig die Clips. Halten Sie die Haarsträhne am Ansatz leicht fest und rollen Sie den Wickler langsam und gerade in Wuchsrichtung des Haares aus der Strähne heraus. Vermeiden Sie es, den Wickler seitlich wegzuziehen. Sobald alle Wickler entfernt sind, sollten Sie nicht sofort zur Bürste greifen. Lassen Sie das Haar zunächst ein bis zwei Minuten abkühlen, damit sich die Struktur festigen kann.
Das perfekte Finish für langanhaltende Fülle
Um das gewonnene Volumen und den seidigen Glanz über viele Stunden hinweg zu bewahren, empfiehlt sich ein sanftes Styling-Finish. Kämmen Sie die Wellen nicht mit einer feinen Bürste aus, da dies die Struktur zerstören und das Haar plusterig wirken lassen kann. Nutzen Sie stattdessen Ihre Finger oder einen grobzinkigen Kamm, um die Wellen sanft zu lockern.
Ein winziger Tropfen eines leichten Haaröls, in den Handflächen verrieben und sanft über die Längen gestrichen, schenkt zusätzlichen Spiegelglanz und bändigt fliegende Härchen. Ein leichter Nebel eines flexiblen Haarsprays fixiert das Kunstwerk, ohne das Haar zu beschweren. So bleibt die Frisur den ganzen Tag geschmeidig und absolut knickfrei.