Ein glanzvoller Auftritt am Abend verlangt nach einer Frisur, die Eleganz, Extravaganz und meisterhafte Ästhetik miteinander verbindet. Inspiriert von historischen Epochen erfreut sich die barocke Frisur besonders zu festlichen Anlässen wie Bällen, Galas und während der Karnevalszeit großer Beliebtheit. Sie zeichnet sich durch opulentes Volumen, kunstvoll definierte Locken und den gezielten Einsatz von glänzenden Accessoires aus, die im sanften Abendlicht eine magische Wirkung entfalten. Mit der richtigen Vorbereitung und Technik lässt sich dieser glamouröse Look auch zu Hause kreieren, um bei jedem festlichen Event im Mittelpunkt zu stehen.
Die Grundlagen der barocken Pracht: Fülle und Struktur
Das Herzstück jeder barocken Frisur ist das beeindruckende Volumen. Im Gegensatz zu modernen, eher minimalistischen Stylings lebt dieser historische Look von Fülle und einer klar definierten Struktur. Um die nötige Basis zu schaffen, ist die Vorbereitung des Haares entscheidend. Feines oder glattes Haar benötigt vor dem Styling eine Extraportion Textur, die durch spezielle volumengebende Pflegeprodukte und Festiger erzielt werden kann.
Das klassische Toupieren einzelner Haarpartien am Hinterkopf sorgt für den typischen, leicht angehobenen Ansatz, der die Silhouette der Frisur definiert. Wichtig ist hierbei, sanft und strukturiert vorzugehen, um die Haarstruktur nicht zu schädigen. Ein feinzinkiger Kamm und ein wenig Geduld sind dabei die besten Werkzeuge, um eine stabile und langanhaltende Basis zu kreieren, auf der die restliche Frisur aufgebaut werden kann.
Perfekt definierte Locken als verspieltes Element
Neben dem Volumen sind weiche, fließende Locken das wichtigste Erkennungsmerkmal einer barock inspirierten Frisur. Die Locken sollten nicht zu streng wirken, sondern elegant fallen und das Gesicht sanft umrahmen. Für die Umsetzung eignen sich verschiedene Techniken:
- Der klassische Lockenstab: Ideal, um gleichmäßige und definierte Wellen zu erzeugen. Die Strähnen sollten nach dem Eindrehen kurz auskühlen, bevor sie sanft mit den Fingern aufgelockert werden.
- Heizwickler: Sie bieten den Vorteil, dass sie dem Haar direkt am Ansatz mehr Standkraft verleihen und gleichzeitig weiche, voluminöse Wellen in den Längen erzeugen.
- Flecht- und Zwirbeltechniken über Nacht: Eine schonende, hitzefreie Methode, um dem Haar eine natürliche und langanhaltende Grundbewegung zu schenken.
Nach dem Stylen der Locken ist es ratsam, die einzelnen Partien vorsichtig mit den Händen in Form zu bringen. Ein zu starkes Ausbürsten würde das typisch barocke Volumen mindern, weshalb ein sanftes Entwirren mit einem grobzinkigen Kamm oder den Fingern zu bevorzugen ist.
Die Kunst des Hochsteckens: Halboffen oder vollendet hochgesteckt
Eine barocke Frisur bietet viel Spielraum für Kreativität. Besonders beliebt ist die halboffene Variante, bei der das Deckhaar am Ober- und Hinterkopf voluminös zusammengesteckt wird, während die restlichen Locken weich über die Schultern fallen. Diese Variante wirkt besonders feminin und verspielt.
Für eine klassische Abendgala oder einen formellen Ball eignet sich hingegen eine komplett hochgesteckte Variante. Hierbei werden die gelockten Strähnen locker am Hinterkopf festgesteckt, sodass ein kunstvolles Nest aus Wellen und Schlaufen entsteht. Wichtig ist, dass die Frisur trotz der Festigkeit luftig und lebendig wirkt. Unsichtbare Haarnadeln, die farblich auf den eigenen Haarton abgestimmt sind, sorgen für den nötigen Halt, ohne das Gesamtbild zu stören.
Edle Accessoires als krönender Abschluss
Erst die passenden Details verleihen der barocken Frisur ihren wahrhaft königlichen Charakter. Die Auswahl der Accessoires sollte auf das restliche Abendoutfit abgestimmt sein, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Besonders elegant wirken zarte Perlen, die in die Locken eingearbeitet werden, oder dezente Haarnadeln mit glitzernden Kristallen, die das Licht des Festsaals reflektieren.
Auch schmale Samtbänder, die kunstvoll in die geflochtenen oder hochgesteckten Partien integriert werden, greifen den historischen Charakter der Epoche perfekt auf. Weniger ist hierbei oft mehr: Die Accessoires sollten die kunstvolle Struktur der Frisur unterstreichen und hervorheben, anstatt sie zu erdrücken. Ein dezenter, aber gezielter Einsatz sorgt für den ultimativen Glamour-Faktor.