Natürlich glänzende, gepflegte Nägel sind ein Zeichen von Gesundheit und Sorgfalt. Um diesen Look zu erzielen, muss man nicht immer zu farbigem Nagellack greifen. Ein Nagelpolierer, oft auch als Buffer oder Polierfeile bezeichnet, ist ein fantastisches Werkzeug, um der Nagelplatte einen spiegelnden Glanz zu verleihen und sie gleichzeitig glatt und ebenmäßig aussehen zu lassen. Bei richtiger Anwendung können Sie beeindruckende Ergebnisse erzielen, ohne die Struktur Ihrer Nägel zu beeinträchtigen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie das geht.
Was ist ein Nagelpolierer und welche Arten gibt es?
Ein Nagelpolierer ist ein spezielles Maniküre-Werkzeug, das über mehrere Oberflächen mit unterschiedlicher Körnung verfügt. Jede Seite hat eine bestimmte Funktion im Polierprozess. Die gängigsten Formen sind der vierseitige Polierblock oder eine Feile mit drei bis vier verschiedenen Polierflächen. Die Oberflächen sind in der Regel nummeriert oder farblich gekennzeichnet, um die Reihenfolge der Anwendung anzugeben, von der gröbsten bis zur feinsten Körnung.
- Grobe Seite (Glätten): Diese Seite hat die stärkste Körnung und dient dazu, Rillen und Unebenheiten auf der Nageloberfläche sanft auszugleichen. Sie sollte sehr sparsam und vorsichtig verwendet werden.
- Mittlere Seite (Vorbereiten/Buffen): Diese Oberfläche ist feiner und wird verwendet, um den Nagel nach dem ersten Schritt weiter zu glätten und auf das Polieren vorzubereiten.
- Feine Seite (Polieren): Diese Seite ist noch sanfter und beginnt, dem Nagel einen leichten Glanz zu verleihen.
- Sehr feine Seite (Hochglanz): Die glatteste Oberfläche des Polierers wird für das eigentliche Hochglanz-Finish verwendet. Durch schnelle, leichte Bewegungen wird die Nageloberfläche so stark verdichtet, dass sie das Licht reflektiert.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur richtigen Anwendung
Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen und die Nägel nicht zu schädigen, ist die richtige Technik entscheidend. Arbeiten Sie immer auf sauberen, vollständig trockenen Nägeln, da nasse Nägel empfindlicher sind und leichter beschädigt werden können.
Schritt 1: Die Nageloberfläche glätten
Beginnen Sie mit der gröbsten Seite des Polierers. Fahren Sie damit ganz sanft und ohne Druck wenige Male über die Nagelplatte, um sichtbare Rillen oder Unebenheiten auszugleichen. Es ist wichtig, diesen Schritt nicht zu oft durchzuführen – idealerweise nur einmal im Monat –, da hierbei eine minimale Schicht des Nagels abgetragen wird.
Schritt 2: Den Nagel vorbereiten
Wechseln Sie zur nächstfeineren Oberfläche. Bearbeiten Sie damit den gesamten Nagel mit leichten Bewegungen in eine Richtung. Dieser Schritt entfernt die feinen Kratzer, die durch die gröbere Seite entstanden sind, und bereitet die Oberfläche auf den Glanz vor. Die Nageloberfläche sollte sich nun spürbar glatter anfühlen.
Schritt 3: Für den ultimativen Glanz sorgen
Verwenden Sie nun die feine Polierseite und anschließend die sehr feine Hochglanz-Seite. Reiben Sie mit schnellen, aber leichten Hin- und Her-Bewegungen über die Nagelplatte. Durch die Reibung und die extrem feine Körnung wird die Oberfläche versiegelt und beginnt, intensiv zu glänzen. Sie werden sehen, wie Ihre Nägel einen natürlichen, fast glasartigen Schimmer erhalten.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Obwohl das Polieren einfach erscheint, gibt es einige Fallstricke, die die Nägel schwächen können. Achten Sie darauf, diese Fehler zu vermeiden, um die Gesundheit Ihrer Nägel zu erhalten.
- Übermäßiges Polieren: Der häufigste Fehler ist, die Nägel zu oft oder zu aggressiv zu glätten. Das Abtragen der obersten Nagelschicht macht den Nagel dünner und anfälliger für Brüche. Glätten Sie die Nägel maximal einmal im Monat, das reine Polieren für den Glanz können Sie wöchentlich wiederholen.
- Zu viel Druck ausüben: Starker Druck erzeugt Reibungswärme, die unangenehm sein und den Nagel schädigen kann. Eine leichte Berührung ist völlig ausreichend, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
- Die falsche Körnung verwenden: Verwenden Sie die grobe Seite nur bei Bedarf für Unebenheiten und niemals für den gesamten Nagel oder zum reinen Polieren.
- Nasse Nägel polieren: Polieren Sie ausschließlich trockene Nägel. Im feuchten Zustand sind sie weicher und können leichter einreißen oder splittern.
Pflege nach dem Polieren
Nachdem Sie Ihren Nägeln einen wunderschönen Glanz verliehen haben, ist eine abschließende Pflege ideal. Waschen Sie Ihre Hände, um den feinen Nagelstaub zu entfernen. Massieren Sie anschließend ein pflegendes Nagelöl in die Nagelhaut und auf die Nagelplatte. Das spendet Feuchtigkeit und Nährstoffe, hält die Nagelhaut geschmeidig und unterstützt die Gesundheit Ihrer frisch polierten Nägel. Eine gute Handcreme rundet die Pflege ab. So sehen Ihre Hände rundum gepflegt und elegant aus, ganz ohne Nagellack.