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Frisuren der 20er Jahre stylen: Wasserwellen und elegante Dutts

Entdecken Sie, wie Sie zeitlose Frisuren der 1920er Jahre wie Wasserwellen und elegante Dutts ganz einfach selbst kreieren können.

Frisuren der 20er Jahre stylen: Wasserwellen und elegante Dutts

Die Eleganz der 1920er Jahre ist zeitlos und fasziniert bis heute. Diese Ära des Jazz, der Art-déco-Kunst und des gesellschaftlichen Aufbruchs brachte ikonische Frisuren hervor, die für Raffinesse und einen Hauch von Rebellion stehen. Insbesondere die kunstvoll gelegten Wasserwellen und die schlichten, eleganten Dutts sind zu Symbolen dieses Jahrzehnts geworden. Inspiriert von der makellosen Ästhetik dieser Zeit, können Sie diese glamourösen Looks mit etwas Übung und den richtigen Techniken auch zu Hause nachahmen.

Was zeichnet die Frisuren der 1920er Jahre aus?

Die Haarmode der „Goldenen Zwanziger“ war eine radikale Abkehr von den langen, aufwendigen Hochsteckfrisuren des vorangegangenen Jahrhunderts. Frauen schnitten ihre Haare kurz und trugen Frisuren wie den Bob oder den Eton-Schnitt, was ein starkes Statement für ihre neue Unabhängigkeit war. Die Stile waren oft sehr definiert, glänzend und eng am Kopf anliegend. Geometrische Formen und präzise gelegte Wellen dominierten das Bild und unterstrichen die Gesichtszüge, insbesondere die Augen und Wangenknochen.

  • Kurze Haarschnitte: Der Bubikopf (Bob) war die prägende Frisur des Jahrzehnts. Er wurde in verschiedenen Längen getragen, oft kinnlang und mit einem geraden Pony.
  • Definierte Wellen: Wasserwellen, auch Finger Waves genannt, waren das Nonplusultra des glamourösen Stylings. Sie verliehen selbst kurzem Haar eine weiche, aber strukturierte Form.
  • Glanz und Glätte: Ein makelloser, fast spiegelnder Glanz war unerlässlich. Haaröle und Pomaden wurden verwendet, um das Haar geschmeidig und glänzend zu halten und Frizz zu bändigen.
  • Elegante Hochsteckfrisuren: Frauen mit längerem Haar oder für besonders formelle Anlässe trugen ihr Haar oft in einem tiefen, schlichten Dutt (Chignon) im Nacken, der häufig mit seitlichen Wellen kombiniert wurde.

Anleitung für Wasserwellen (Finger Waves) zu Hause

Wasserwellen sehen kompliziert aus, lassen sich aber mit Geduld und der richtigen Methode gut selbst gestalten. Am besten funktionieren sie bei kurzem bis mittellangem Haar.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Beginnen Sie mit sehr nassem, handtuchtrockenem Haar. Die Haare müssen feucht sein, damit sie sich formen lassen und die Form beim Trocknen behalten. Verteilen Sie großzügig ein stark festigendes Stylingprodukt, zum Beispiel ein Haargel oder einen festigenden Schaumfestiger. Kämmen Sie das Produkt gleichmäßig vom Ansatz bis in die Spitzen ein, um sicherzustellen, dass jede Strähne bedeckt ist.

Schritt 2: Die Wellen formen

Ziehen Sie einen tiefen Seitenscheitel. Nehmen Sie einen feinen Kamm und setzen Sie ihn etwa zwei bis drei Zentimeter neben dem Scheitel an. Drücken Sie den Kamm flach auf den Kopf und schieben Sie das Haar in Richtung Gesicht, um eine erste Wölbung zu erzeugen. Legen Sie nun Ihren Zeige- oder Mittelfinger flach parallel zum Kamm auf das Haar. Drücken Sie das Haar mit dem Finger fest auf die Kopfhaut und kämmen Sie die darunterliegende Haarpartie mit dem Kamm in die entgegengesetzte Richtung. So entsteht eine scharfe Kante. Sichern Sie diese Kante mit einer langen Metallklammer. Wiederholen Sie diesen Vorgang über den gesamten Kopf oder nur in den gewünschten Partien.

Schritt 3: Trocknen und Finish

Lassen Sie das Haar vollständig an der Luft trocknen. Dies ist der wichtigste Schritt, denn wenn das Haar noch feucht ist, fallen die Wellen zusammen. Alternativ können Sie einen Diffusor-Aufsatz auf niedriger Stufe und mit kalter Luft verwenden. Sobald das Haar zu 100 % trocken ist, entfernen Sie vorsichtig die Klammern. Zupfen Sie die Wellen nicht auseinander und kämmen Sie sie nicht durch. Für zusätzlichen Halt und den typischen Glanz der 20er Jahre können Sie die Frisur mit einem leichten Glanz-Haarspray fixieren.

Der elegante Dutt im Stil der 20er Jahre

Ein tief im Nacken sitzender Dutt, auch Chignon genannt, ist eine weitere klassische Frisur dieser Epoche. Er wirkt besonders edel in Kombination mit glattem Haar oder angedeuteten Wellen um das Gesicht.

Die Basis schaffen

Für einen authentischen Look sollten die Haare glatt und glänzend sein. Kämmen Sie Ihre Haare streng nach hinten und binden Sie sie zu einem tiefen Pferdeschwanz im Nacken. Verwenden Sie ein dünnes Haargummi, das farblich zu Ihrem Haar passt. Um den Look noch glatter zu gestalten, können Sie vorab etwas Haarwachs oder eine glättende Creme in den Längen verteilen.

Den Dutt formen und fixieren

Toupieren Sie den Pferdeschwanz leicht an, um ihm mehr Volumen zu geben. Drehen Sie den Zopf nun um sich selbst und wickeln Sie ihn flach um das Haargummi. Stecken Sie die Enden unter dem Dutt fest und sichern Sie die Frisur von allen Seiten mit Haarnadeln. Achten Sie darauf, dass der Dutt eher flach und kompakt am Kopf anliegt. Für einen besonders authentischen Halt können Sie ein feines, farblich passendes Haarnetz über den Dutt spannen.

Moderne Interpretationen des 20er-Jahre-Looks

Sie müssen sich nicht strikt an die historischen Vorlagen halten. Die Frisuren der 20er Jahre lassen sich wunderbar modern interpretieren:

  • Partielle Wellen: Legen Sie nur eine einzelne, markante Welle in Ihre Ponypartie oder an einer Seite Ihres langen, offenen Haares.
  • Lockerer Chignon: Anstatt eines strengen, glatten Dutts können Sie eine lockerere Variante formen und einige Strähnen um das Gesicht fallen lassen, um den Look weicher zu gestalten.
  • Accessoires gezielt einsetzen: Ein schmales, verziertes Haarband oder eine einzelne Art-déco-Haarspange können einem modernen Haarschnitt sofort einen Hauch von 20er-Jahre-Flair verleihen.

Der Schlüssel zu einem gelungenen Look liegt in gesundem, glänzendem Haar. Regelmäßige Pflege und die richtigen Stylingprodukte helfen Ihnen dabei, die Eleganz und den Glamour der Goldenen Zwanziger in Ihre persönliche Schönheitsroutine zu integrieren.