Ein seitlicher Zopf ist eine zeitlose und vielseitige Frisur, die sowohl im Alltag als auch zu besonderen Anlässen eine elegante Figur macht. Er betont die Gesichtszüge und verleiht jedem Look eine romantische und zugleich gepflegte Note. Mit der richtigen Technik lässt sich diese Frisur ganz einfach zu Hause nachstylen. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt einen perfekten seitlichen Zopf kreieren, von der Vorbereitung der Haare bis zum finalen Styling.
Vorbereitung: Die ideale Basis schaffen
Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer langanhaltenden und schön aussehenden Frisur. Beginnen Sie am besten mit frisch gewaschenem und vollständig getrocknetem Haar. Feuchtes Haar lässt sich schlechter greifen und das Ergebnis wird oft ungleichmäßig. Kämmen oder bürsten Sie Ihr Haar gründlich durch, um alle Knoten zu entfernen. Wenn Ihr Haar sehr glatt und fein ist, kann ein Hauch Texturierungsspray oder Trockenshampoo helfen, ihm mehr Griffigkeit zu verleihen. Dadurch verrutschen die einzelnen Strähnen beim Flechten nicht so leicht und der Zopf hält besser.
Den richtigen Scheitel ziehen
Die Position des Scheitels hat einen großen Einfluss auf die Gesamtwirkung Ihrer Frisur. Für einen dramatischen und modernen Look ziehen Sie einen tiefen Seitenscheitel. Kämmen Sie dazu Ihr Haar von einer Seite komplett auf die andere. Für eine weichere und klassischere Variante genügt ein leicht versetzter Seitenscheitel. Experimentieren Sie ein wenig, um herauszufinden, welcher Scheitel Ihre Gesichtsform am besten zur Geltung bringt. Nachdem Sie den Scheitel gezogen haben, kämmen Sie alle Haare auf die Seite, auf der der Zopf geflochten werden soll.
Flechttechniken für den seitlichen Zopf
Es gibt verschiedene Arten, einen seitlichen Zopf zu flechten. Je nach Technik erzielen Sie unterschiedliche Effekte. Hier sind drei beliebte Varianten:
Der klassische französische Zopf
Der französische Zopf ist elegant und zeitlos. So geht's:
- Beginnen Sie direkt am Scheitel an der Stirn und nehmen Sie eine kleine Haarpartie auf.
- Teilen Sie diese Partie in drei gleich große Strähnen.
- Beginnen Sie zu flechten, indem Sie die rechte Strähne über die mittlere und dann die linke Strähne über die mittlere legen.
- Nehmen Sie bei jedem weiteren Flechtschritt von der jeweiligen Seite eine neue, dünne Haarsträhne hinzu und fügen Sie sie der äußeren Strähne hinzu, bevor Sie diese über die mittlere legen.
- Arbeiten Sie sich auf diese Weise diagonal über den Hinterkopf nach unten zur gegenüberliegenden Schulter vor.
- Sobald Sie alle Haare vom Kopf aufgenommen haben, flechten Sie den Zopf normal bis zu den Spitzen zu Ende.
Der holländische (aufgesetzte) Zopf
Der holländische Zopf, auch als aufgesetzter Zopf bekannt, wirkt plastischer, da er auf dem Haar aufliegt. Die Technik ist dem französischen Zopf sehr ähnlich, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Die äußeren Strähnen werden nicht über, sondern unter die mittlere Strähne gelegt. Dadurch „ploppt“ der Zopf nach oben und erhält einen tollen 3D-Effekt. Folgen Sie den Schritten des französischen Zopfes, führen Sie die seitlichen Strähnen aber konsequent unter der mittleren hindurch.
Der Fischgrätenzopf
Der Fischgrätenzopf sieht kompliziert aus, ist aber mit etwas Übung leicht zu meistern. Er wirkt besonders filigran und detailreich.
- Teilen Sie die gesamte Haarpartie, die Sie flechten möchten, in zwei gleich große Hälften.
- Nehmen Sie von der äußeren Kante der rechten Hälfte eine sehr dünne Strähne ab.
- Führen Sie diese dünne Strähne über die rechte Hälfte hinweg und fügen Sie sie zur linken Hälfte hinzu.
- Nehmen Sie nun von der äußeren Kante der linken Hälfte eine dünne Strähne ab.
- Führen Sie diese über die linke Hälfte hinweg und fügen Sie sie zur rechten Hälfte hinzu.
- Wiederholen Sie diese Schritte, bis Sie die Haarspitzen erreichen. Je dünner die abgeteilten Strähnen sind, desto feiner wird das Muster.
Finish und Fixierung für langen Halt
Wenn Sie am Ende des Zopfes angekommen sind, befestigen Sie ihn mit einem dünnen, unauffälligen Haargummi. Für einen lässigeren und voluminöseren „Undone-Look“ können Sie den Zopf nun vorsichtig „pancaken“. Ziehen Sie dazu die einzelnen Windungen des Zopfes mit den Fingern sanft auseinander. Beginnen Sie oben und arbeiten Sie sich nach unten vor. Seien Sie dabei vorsichtig, um den Zopf nicht komplett aufzulösen. Zum Schluss können Sie abstehende Härchen mit etwas Haarwachs bändigen oder die gesamte Frisur mit einem leichten Haarspray aus etwa 30 cm Entfernung besprühen. Dies sorgt für Glanz und Halt, ohne das Haar zu verkleben.