Unsere Hände sind unsere Visitenkarte und täglich zahlreichen Belastungen ausgesetzt – von häufigem Waschen über Witterungseinflüsse bis hin zum Kontakt mit verschiedenen Substanzen. Eine konsequente und durchdachte Pflegeroutine ist daher unerlässlich, um die Haut an den Händen geschmeidig, gepflegt und gesund aussehen zu lassen. Die richtige Pflege beginnt bei einfachen, alltäglichen Gewohnheiten, die einen großen Unterschied machen können.
Die Grundlage der Handpflege: Richtiges Händewaschen
Händewaschen ist ein wichtiger Teil der Hygiene, kann die Haut jedoch stark austrocknen. Um die natürliche Schutzbarriere der Haut zu schonen, sollten einige Grundregeln beachtet werden. Verwenden Sie stets lauwarmes statt heißes Wasser, da hohe Temperaturen der Haut wertvolle Lipide entziehen. Wählen Sie eine milde, pH-neutrale Waschlotion, idealerweise mit rückfettenden oder feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen. Nach dem Waschen sollten die Hände sanft mit einem weichen Handtuch trocken getupft und nicht gerubbelt werden, um zusätzliche Reizungen zu vermeiden.
Feuchtigkeit spenden: Die Kraft der Handcreme
Die regelmäßige Anwendung einer Handcreme ist der wichtigste Schritt, um trockener Haut vorzubeugen und sie mit Feuchtigkeit zu versorgen. Idealerweise sollten Sie Ihre Hände nach jedem Waschen eincremen. Eine gute Handcreme zieht schnell ein und hinterlässt keinen unangenehmen Fettfilm. Achten Sie auf wertvolle Inhaltsstoffe, die die Haut nähren und schützen. Dazu gehören:
- Glycerin: Bindet Feuchtigkeit in der Haut.
- Urea: Hilft, die Haut geschmeidig zu halten und Feuchtigkeit zu speichern.
- Sheabutter oder Kakaobutter: Wirken intensiv nährend und rückfettend.
- Pflanzliche Öle: Wie Mandel-, Jojoba- oder Avocadoöl, die reich an Vitaminen und essentiellen Fettsäuren sind.
- Hyaluronsäure: Spendet intensive Feuchtigkeit.
Tragen Sie eine erbsengroße Menge Creme auf den Handrücken auf und massieren Sie sie sorgfältig ein. Vergessen Sie dabei nicht die Fingerzwischenräume, die Nagelhaut und die Nägel selbst.
Intensive Pflege für zwischendurch: Masken und Peelings
Genau wie die Gesichtshaut profitieren auch die Hände von einer gelegentlichen Intensivkur. Ein- bis zweimal pro Woche können Sie ihnen eine besondere Behandlung gönnen, um die Regeneration zu unterstützen und die Haut samtweich zu pflegen.
Nährende Handmasken
Eine Handmaske versorgt die Haut tiefenwirksam mit Nährstoffen. Sie können fertige Masken in Form von getränkten Handschuhen verwenden oder eine Maske einfach selbst herstellen. Mischen Sie dafür zum Beispiel einen Esslöffel Honig mit zwei Esslöffeln Oliven- oder Kokosöl. Tragen Sie die Mischung großzügig auf die Hände auf, ziehen Sie Baumwollhandschuhe darüber und lassen Sie die Maske für etwa 20-30 Minuten einwirken. Anschließend die Reste mit lauwarmem Wasser abspülen.
Sanfte Handpeelings
Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschüppchen, fördert die Durchblutung und macht die Haut aufnahmefähiger für die anschließende Pflege. Ein sanftes Handpeeling lässt sich leicht selbst zubereiten: Mischen Sie feinen Zucker oder Kaffeesatz mit etwas Oliven- oder Mandelöl zu einer Paste. Massieren Sie diese mit sanften, kreisenden Bewegungen in die feuchte Haut ein und spülen Sie sie anschließend gründlich ab.
Schutz vor äußeren Einflüssen
Die beste Pflege ist wirkungslos, wenn die Hände nicht vor schädlichen Einflüssen geschützt werden. Tragen Sie im Winter immer Handschuhe, um die Haut vor Kälte und Wind zu bewahren, die sie spröde und rissig machen können. Auch Sonnenschutz ist wichtig: Die Haut am Handrücken ist dünn und anfällig für lichtbedingte Alterung. Verwenden Sie tagsüber eine Handcreme mit Lichtschutzfaktor oder tragen Sie Sonnencreme auf. Bei Hausarbeiten wie Spülen oder Putzen schützen Gummihandschuhe die Haut vor dem austrocknenden Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln.