Eine langanhaltende, glänzende Maniküre, die wie aus dem Salon aussieht, ist auch zu Hause möglich. Der Schlüssel dazu ist ein UV-Nagellack, auch Hybridlack genannt, und das richtige Zubehör. Ein gut zusammengestelltes Starter-Set enthält alles, was Sie für den Einstieg benötigen, und ermöglicht es Ihnen, einen professionellen Look zu kreieren, der Wochen anhält. Der Prozess erfordert etwas Übung, aber mit der richtigen Anleitung kann jeder die Kunst der UV-Maniküre meistern.
Was gehört in ein Starter-Set für UV-Nagellack?
Ein grundlegendes Starter-Set ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass Sie alle notwendigen Werkzeuge und Produkte zur Hand haben. Es erspart Ihnen die separate Suche nach den einzelnen Komponenten und stellt sicher, dass die Produkte miteinander kompatibel sind. Ein typisches Set sollte Folgendes enthalten:
- LED/UV-Lampe: Das Herzstück jeder UV-Maniküre. Sie härtet die speziellen Lackschichten aus und sorgt für deren Haltbarkeit. LED-Lampen sind in der Regel schneller und langlebiger.
- Base Coat (Unterlack): Diese Schicht schützt den Naturnagel vor Verfärbungen und sorgt für eine bessere Haftung des Farblacks.
- Farblack: Mindestens eine Farbe Ihrer Wahl, um mit dem Experimentieren zu beginnen.
- Top Coat (Überlack): Er versiegelt die Farbe, schützt sie vor Kratzern und verleiht der Maniküre ein glänzendes oder mattes Finish.
- Cleaner (Entfetter): Eine Flüssigkeit auf Alkoholbasis, die vor dem Lackieren zum Entfetten der Nagelplatte und nach dem Aushärten des Top Coats zum Entfernen der klebrigen Schwitzschicht verwendet wird.
- Remover (Entferner): Eine spezielle Flüssigkeit auf Acetonbasis, die den UV-Lack auflöst und eine schonende Entfernung ermöglicht.
- Nagelfeile und Polierblock: Zum Formen der Nägel und zum sanften Anrauen der Nageloberfläche, was die Haftung verbessert.
- Staubfreie Wattepads: Ideal zum Auftragen von Cleaner und Remover, da sie keine Fusseln hinterlassen.
- Rosenholzstäbchen oder ein Nagelhautschieber: Zum sanften Zurückschieben der Nagelhaut.
Schritt für Schritt: Die richtige Vorbereitung der Nägel
Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend für die Haltbarkeit Ihrer UV-Maniküre. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit, denn dieser Schritt verhindert, dass sich der Lack vorzeitig ablöst.
1. Nägel formen und Nagelhaut vorbereiten
Feilen Sie Ihre Nägel zunächst mit einer feinkörnigen Nagelfeile in die gewünschte Form. Schieben Sie anschließend die Nagelhaut sanft mit einem Rosenholzstäbchen oder einem Nagelhautschieber zurück. Entfernen Sie nur lose, abgestorbene Hautpartikel und schneiden Sie die Nagelhaut nicht, um Verletzungen zu vermeiden. Ein Tropfen Nagelhautöl kann helfen, die Haut geschmeidig zu machen, sollte aber vor dem Lackieren gründlich entfernt werden.
2. Nagelplatte mattieren und entfetten
Verwenden Sie einen Polierblock, um die Oberfläche jedes Nagels sanft zu mattieren. Dadurch wird der natürliche Glanz entfernt und eine leicht raue Oberfläche geschaffen, an der der Lack besser haften kann. Achten Sie darauf, nicht zu stark zu feilen, um den Nagel nicht zu verdünnen. Entfernen Sie den entstandenen Staub gründlich. Tränken Sie anschließend ein staubfreies Wattepad mit Cleaner und wischen Sie über jeden Nagel, um ihn vollständig zu entfetten und von Staubresten zu befreien. Berühren Sie die Nagelplatte danach nicht mehr mit den Fingern.
Die Anwendung: So tragen Sie UV-Nagellack richtig auf
Der Schlüssel zu einem ebenmäßigen Ergebnis liegt in dünnen Schichten. Dick aufgetragener Lack härtet schlecht aus, wirft Falten und kann sich schnell ablösen. Arbeiten Sie präzise und sauber.
1. Base Coat auftragen
Tragen Sie eine sehr dünne Schicht Base Coat auf den Nagel auf. Achten Sie darauf, einen kleinen Abstand zur Nagelhaut und den Nagelrändern zu lassen, um ein Verlaufen des Lacks zu verhindern. Versiegeln Sie auch die freie Nagelspitze, indem Sie mit dem Pinsel leicht darüberfahren. Härten Sie die Schicht gemäß den Anweisungen des Herstellers in der LED/UV-Lampe aus.
2. Farblack auftragen
Tragen Sie nun die erste dünne Schicht des Farblacks auf. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Lackieren Sie präzise und lassen Sie die Ränder frei. Härten Sie die Farbschicht in der Lampe aus. Für eine intensivere Deckkraft tragen Sie eine zweite dünne Schicht auf und härten diese ebenfalls aus. Zwei dünne Schichten ergeben ein schöneres und haltbareres Ergebnis als eine dicke Schicht.
3. Top Coat für das Finish
Versiegeln Sie Ihre Maniküre mit einer Schicht Top Coat. Dieser schützt die Farbe und verleiht ihr den gewünschten Glanz. Vergessen Sie nicht, auch hier die Nagelspitze zu ummanteln. Härten Sie den Top Coat vollständig in der Lampe aus. Nach dem Aushärten entsteht oft eine klebrige Schicht, die sogenannte Schwitzschicht. Entfernen Sie diese, indem Sie ein mit Cleaner getränktes Wattepad über jeden Nagel wischen. Ihre Maniküre ist nun fertig und sofort trocken und stoßfest.
Sichere Entfernung des UV-Nagellacks
Um Ihre Nägel gesund zu halten, ist die richtige Entfernung genauso wichtig wie die Anwendung. Reißen oder knibbeln Sie den Lack niemals ab. Rauen Sie stattdessen die Oberfläche des Top Coats mit einer Feile leicht an. Tränken Sie ein Wattepad mit UV-Nagellackentferner, legen Sie es auf den Nagel und umwickeln Sie den Finger mit Alufolie, um das Pad zu fixieren. Lassen Sie es etwa 10-15 Minuten einwirken. Danach sollte sich der Lack aufgeweicht haben und lässt sich leicht mit einem Rosenholzstäbchen abschieben. Pflegen Sie Ihre Nägel und die Nagelhaut anschließend mit einem reichhaltigen Nagelöl.