Gepflegte Hände und schön geformte Nägel sind die Grundlage jeder gelungenen Maniküre. Ein unverzichtbares Werkzeug, das in keinem Kosmetiktäschchen fehlen sollte, ist die Nagelfeile. Doch Feile ist nicht gleich Feile. Die richtige Wahl des Materials und der Körnung sowie die korrekte Anwendungstechnik sind entscheidend, um die Nägel nicht zu schädigen, sondern sie optimal in Form zu bringen. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Auswahl und den Gebrauch von Nagelfeilen wissen müssen.
Was bedeutet die Körnung einer Nagelfeile?
Die Körnung einer Nagelfeile, oft als Grit-Zahl bezeichnet, gibt an, wie grob oder fein die Feiloberfläche ist. Die Zahl beschreibt die Anzahl der Schleifpartikel pro Quadratzentimeter. Das Prinzip ist einfach: Je niedriger die Zahl, desto grober ist die Feile. Je höher die Zahl, desto feiner und sanfter ist sie zum Nagel. Die Wahl der richtigen Körnung hängt stark von der Beschaffenheit Ihrer Nägel und dem gewünschten Ergebnis ab – ob Sie die Nägel kürzen, formen oder nur glätten möchten.
Die passende Körnung für jeden Zweck
Die Verwendung einer ungeeigneten, zu groben Feile auf Naturnägeln ist einer der häufigsten Fehler in der Nagelpflege und kann zu Spliss und brüchigen Nägeln führen. Orientieren Sie sich an den folgenden Empfehlungen, um die ideale Feile für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Grobe Feilen (Körnung 80-100)
Diese sehr groben Feilen sind äußerst abrasiv und ausschließlich für künstliche Nägel wie Acryl- oder Gelmodellagen gedacht. Sie ermöglichen ein schnelles Abtragen und Formen des harten Materials. Auf Naturnägeln sollten sie niemals angewendet werden, da sie die Nagelplatte stark aufrauen und beschädigen würden.
Mittelgrobe Feilen (Körnung 150-180)
Eine Feile mit einer Körnung um 180 ist der Allrounder für gesunde, normale bis feste Naturnägel. Sie eignet sich hervorragend, um die Nägel effektiv zu kürzen und ihnen die gewünschte Grundform zu geben. Wenn Sie nur eine Feile besitzen möchten, ist dies oft die beste und vielseitigste Wahl für die regelmäßige Maniküre.
Feine bis sehr feine Feilen (Körnung 240-600)
Feinere Feilen mit einer Körnung von 240 oder höher sind ideal für das sanfte Formen und Glätten der Nagelkanten nach dem Kürzen. Sie sind besonders gut für dünne, weiche oder brüchige Nägel geeignet, da sie den Nagel versiegeln und Spliss vorbeugen. Mit einer sehr feinen Seite können Sie Unebenheiten sanft ausgleichen und die Nagelränder perfektionieren.
Polierfeilen (Körnung 1000 und höher)
Diese Feilen, oft als Polierblöcke mit mehreren Oberflächen erhältlich, dienen nicht dem Kürzen, sondern dem Glätten und Polieren der Nageloberfläche. Sie verleihen den Nägeln einen natürlichen, gesunden Glanz, ganz ohne Nagellack. Verwenden Sie diese jedoch sparsam, um die Nagelplatte nicht zu sehr auszudünnen.
Die richtige Feiltechnik: Schritt für Schritt zu schönen Nägeln
Nicht nur die Wahl der Feile, auch die Technik ist entscheidend für ein gepflegtes Ergebnis. Falsches Feilen kann die Nagelstruktur schwächen. Befolgen Sie diese einfachen Regeln, um Ihre Nägel schonend und effektiv zu formen.
- Trockene Nägel feilen: Feilen Sie Ihre Nägel immer im trockenen Zustand. Nasse Nägel sind weicher, flexibler und daher anfälliger für Risse und Spliss.
- Immer in eine Richtung: Vermeiden Sie unbedingt das Hin- und Her-Sägen. Diese Bewegung raut die Nagelkante stark auf und fördert das Splittern. Setzen Sie die Feile stattdessen an der Außenseite des Nagels an und ziehen Sie sie sanft in einer fließenden Bewegung zur Nagelmitte.
- Wenig Druck ausüben: Halten Sie die Feile locker in der Hand und üben Sie nur leichten Druck aus. Lassen Sie die Körnung der Feile die Arbeit machen, anstatt den Nagel gewaltsam abzutragen.
- Die Form im Blick behalten: Überlegen Sie sich vorab, welche Nagelform Sie erreichen möchten (z.B. rund, eckig, mandelförmig), und arbeiten Sie von beiden Seiten gleichmäßig zur Mitte hin, um die Form symmetrisch zu gestalten.
Pflege nach dem Feilen
Nachdem Sie Ihre Nägel in die gewünschte Form gebracht haben, entfernen Sie den Nagelstaub mit einer weichen Bürste oder einem Tuch. Um Ihre Maniküre abzurunden, gönnen Sie Ihren Händen und Nägeln etwas Pflege. Ein nährendes Nagelöl, das in die Nagelhaut einmassiert wird, spendet Feuchtigkeit und hält sie geschmeidig. Eine reichhaltige Handcreme schließt die Pflegeroutine ab und sorgt für zarte Haut und rundum gepflegte Hände.