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Gesichtsmaske: Reihenfolge mit Toner und Serum, Einwirkzeit und Tipps

Wann kommen Gesichtsmaske, Toner und Serum zum Einsatz? Entdecken Sie die richtige Reihenfolge für Ihre Pflegeroutine.

Eine Gesichtsmaske ist wie eine kleine Wellness-Behandlung für zu Hause. Sie versorgt die Haut intensiv mit pflegenden Wirkstoffen und kann je nach Inhaltsstoffen klärend, feuchtigkeitsspendend oder beruhigend wirken. Doch um das volle Potenzial einer Maske auszuschöpfen, reicht es nicht, sie einfach nur aufzutragen. Die richtige Vorbereitung der Haut und die korrekte Einbindung in Ihre Pflegeroutine sind entscheidend für den Erfolg. Viele sind unsicher: Kommt der Toner vor oder nach der Maske? Und wann ist der beste Zeitpunkt für ein Serum? Wir klären die optimale Reihenfolge und geben wertvolle Tipps für eine maximale Wirkung.

Vorbereitung ist alles: Was vor der Maske kommt

Der wichtigste Schritt vor jeder Gesichtsmaske ist eine gründliche Reinigung. Tragen Sie eine Maske niemals auf ungeschminkte oder ungepflegte Haut auf. Make-up-Reste, Talg, Schweiß und Umweltschmutz bilden eine Barriere, die verhindert, dass die wertvollen Inhaltsstoffe der Maske tief in die Haut eindringen können. Die Wirkung würde stark vermindert oder sogar ganz ausbleiben.

Beginnen Sie also immer mit Ihrem gewohnten Reinigungsprodukt – sei es ein Reinigungsgel, ein Schaum oder eine Milch. Massieren Sie das Produkt sanft ein und waschen Sie es gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Dadurch werden die Poren geöffnet und die Haut ist optimal auf die nachfolgende Pflege vorbereitet.

Nach der Reinigung stellt sich die erste wichtige Frage: Toner benutzen oder nicht? Die Antwort lautet: Ja, die Verwendung eines Toners vor der Maske ist ein sinnvoller und empfehlenswerter Schritt. Ein Toner entfernt letzte Rückstände von Reinigungsprodukten und Kalk aus dem Leitungswasser, stellt den natürlichen pH-Wert der Haut wieder her und versorgt sie mit einer ersten Schicht Feuchtigkeit. Eine leicht durchfeuchtete Haut kann die Wirkstoffe der Maske wesentlich besser aufnehmen als eine komplett trockene Haut. Tragen Sie den Toner einfach mit einem Wattepad auf oder klopfen Sie ihn sanft mit den Händen ein.

Die korrekte Anwendung: Timing und Technik

Nun ist Ihre Haut perfekt vorbereitet für die Maske. Entnehmen Sie eine ausreichende Menge des Produkts und tragen Sie es in einer gleichmäßigen Schicht auf Gesicht und Hals auf. Sparen Sie dabei die empfindliche Augen- und Mundpartie großzügig aus. Ob Sie dafür Ihre Finger oder einen speziellen Maskenpinsel verwenden, ist Ihnen überlassen – ein Pinsel ermöglicht oft eine hygienischere und gleichmäßigere Anwendung.

Einer der kritischsten Faktoren für die Wirksamkeit einer Maske ist die Einwirkzeit. Halten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen des Herstellers, die auf der Verpackung angegeben sind. Eine zu kurze Einwirkzeit führt dazu, dass die Inhaltsstoffe nicht genügend Zeit haben, ihre Wirkung zu entfalten. Eine zu lange Einwirkzeit ist jedoch ebenfalls kontraproduktiv. Besonders bei klärenden Masken auf Tonerde-Basis kann ein zu langes Einwirken die Haut stark austrocknen und irritieren. Eine gute Faustregel ist, die Maske abzunehmen, bevor sie komplett durchgetrocknet ist und anfängt zu spannen oder zu bröckeln. Meist liegt die ideale Zeit zwischen 10 und 15 Minuten.

Zum Entfernen der Maske verwenden Sie am besten lauwarmes Wasser und Ihre Hände oder ein weiches Tuch. Reiben Sie nicht zu stark, um die Haut nicht zu reizen. Tupfen Sie Ihr Gesicht anschließend mit einem sauberen, weichen Handtuch sanft trocken.

Nach der Maske: Die richtige Reihenfolge für Toner, Serum und Creme

Die Haut fühlt sich nach der Maske oft schon wunderbar weich und gepflegt an, doch die Routine ist hier noch nicht zu Ende. Um die Pflegewirkung zu maximieren und langanhaltend zu speichern, sind die nachfolgenden Schritte entscheidend.

Sollte man nach der Maske erneut einen Toner verwenden? Auch hier lautet die Antwort in den meisten Fällen: Ja. Nachdem Sie die Maske abgewaschen haben, hilft ein erneutes Auftragen des Toners dabei, den pH-Wert der Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen und sie optimal auf die Aufnahme der folgenden Produkte vorzubereiten.

Direkt nach dem Toner ist der perfekte Moment für Ihr Serum. Die Haut ist jetzt besonders aufnahmefähig, sodass die hochkonzentrierten Wirkstoffe des Serums ihre volle Kraft entfalten können. Ein Serum dringt tiefer in die Hautschichten ein als eine Creme und liefert gezielte Pflege für spezifische Bedürfnisse. Geben Sie ein paar Tropfen auf Ihre Fingerspitzen und klopfen Sie es sanft in die Haut ein, bis es vollständig eingezogen ist.

Der letzte und unverzichtbare Schritt ist die Feuchtigkeitscreme. Sie hat die Aufgabe, die zuvor aufgetragene Feuchtigkeit und die Wirkstoffe von Maske und Serum in der Haut zu „versiegeln“. Sie bildet eine Schutzbarriere auf der Hautoberfläche, die den ganzen Tag oder die ganze Nacht über Feuchtigkeitsverlust verhindert und die Haut geschmeidig hält.

Die korrekte Reihenfolge nach dem Abwaschen der Maske lautet also:

  • 1. Toner
  • 2. Serum
  • 3. Feuchtigkeitscreme

Häufige Fehler, die die Wirkung schmälern

Um das Beste aus Ihrer Masken-Anwendung herauszuholen, sollten Sie einige typische Fehler vermeiden:

  • Maske auf ungereinigte Haut auftragen: Wie bereits erwähnt, ist dies der häufigste Fehler, der die Wirkung fast vollständig zunichtemacht. Nehmen Sie sich immer die Zeit für eine gründliche Reinigung.
  • Die Einwirkzeit ignorieren: Der Grundsatz „viel hilft viel“ gilt hier nicht. Eine zu lange Einwirkzeit kann die Hautbarriere schädigen, insbesondere bei austrocknenden oder peelenden Masken.
  • Die Pflege danach vernachlässigen: Eine Maske ist kein Ersatz für die tägliche Routine. Ohne ein nachfolgendes Serum und eine Creme können die positiven Effekte schnell wieder verfliegen.
  • Zu häufige Anwendung: Intensive Masken sollten kein täglicher Bestandteil Ihrer Routine sein. Für die meisten Maskentypen ist eine Anwendung ein- bis zweimal pro Woche völlig ausreichend, um die Haut nicht zu überfordern.
  • Falsche Maske für den Hauttyp: Wählen Sie ein Produkt, das zu den aktuellen Bedürfnissen Ihrer Haut passt. Eine stark klärende Maske ist bei trockener Haut weniger geeignet, während eine reichhaltige Ölmaske bei zu Unreinheiten neigender Haut nicht die beste Wahl sein könnte.